26.Rennsteig-Herbstlauf: Teilnahmerekord – Panse und Brückner vorn

Adrian Panse, Marie Brückner, Alexander Kull und Nicole Kruhme heißen die Sieger beim 26. Rennsteig-Herbstlauf, der heute insgesamt 759 Teilnehmer anlockte. Somit nimmt der Rennsteig-Herbstlauf weiter Schwung auf, um dauerhaft der teilnehmerstärkste Saisonabschlusslauf in Thüringen zu werden.

Während mit Adrian Panse vom USV Erfurt ein durchaus „alter Bekannter“ die Halbmarathondistanz gewann, bestieg mit Marie Brückner eine noch relativ unbekannte junge Läuferin das oberste Treppchen auf dem Siegerpodest. Panse, der bereits von Beginn an am ersten Anstieg im Startort Neuhaus das Rennen dominierte, kam nach 20 Kilometern in 1:13:54 Stunden im Ziel in Masserberg an. Er hatte 1:40 Minuten Vorsprung auf Daniel Abraham (LG Ohra-Energie Tambach-Dietharz) und 2:05 Minuten auf Matthias Knapp (GutsMuths-Rennsteiglaufverein), die sich auf dem zweiten, beziehungsweise dritten Platz einreihten.

Adrian Panse setzt sich schon am ersten Anstieg in Neuhaus vor das gesamte Läuferfeld

Adrian Panse setzt sich schon am ersten Anstieg in Neuhaus vor das gesamte Läuferfeld

Komplett anders als Panse gestaltete Marie Brückner, die am Lauftag ihren 25. Geburtstag feierte, ihr Halbmarathondebüt beim Rennsteig-Herbstlauf. Sie überholte die bis dahin in Führung liegende Josefine Rutkowski vom PSV Meiningen mitten auf der Strecke und ließ sich dann die Spitzenposition nicht mehr streitig machen. Brückner, die wie Adrian Panse beim USV Erfurt trainiert und erst seit circa anderthalb Jahren aktiv läuft und an Wettkämpfen teilnimmt, siegte in der guten Zeit von 1:23:47 Stunden. Sollte sie gesund bleiben und weiter intensiv trainieren, so dürfte in Zukunft noch weitaus mehr von der jungen Läuferin zu hören sein. Josefine Rutkowski überquerte mit einer Zeit von 1:24:44 Stunden als Zweitplatzierte den Zielstrich. Dritte wurde Bianca Josten aus Eisenach in 1:26:14.

Nicole Kruhme fliegt nach ihrem 10-Kilometer-Sturmlauf ins Ziel

Nicole Kruhme fliegt nach ihrem 10-Kilometer-Sturmlauf ins Ziel

Auf der 10-Kilometer-Distanz ist vor allem der Herbstlauf-Rekord von Seriensiegerin Nicole Kruhme vom GutsMuths-Rennsteiglaufverein hervorzuheben. Die sympathische Gehlbergerin gewann mit der starken Laufzeit von 40:05 Minuten.

Die weiteren Podestplatzierungen gingen an Eleisa Haag (TV 1848 Coburg / 41:16) und Jutta Kurt (Running Bros Coburg / 46:15).

Bei den Männern setzte sich Alexander Kulls vom HSV Weimar in 37:55 Minuten vor dem Vorjahreszweiten Eric Erdmann (38:07) und Toni Keller (38:44) durch, die beide für den GutsMuths-Rennsteiglaufverein unterwegs waren.

 

Omran Ibrahimzada - links im Bild - aus Afghanistan freut sich mit seinem ebenfalls mitlaufendem Freund über die gute Platzierung

Omran Ibrahimzada – links im Bild – aus Afghanistan freut sich mit seinem ebenfalls mitlaufendem Freund über die gute Platzierung

Eine Rennsteig-Herbstlaufpremiere gab es auch für Omran Ibrahimzada aus Afghanistan, der zurzeit in der Gemeinde Schönbrunn-Schleusegrund lebt. Obwohl der erst 16-jährige, der eigentlich in Kundus zuhause ist, unterwegs auf der Strecke schwer stürzte, beendete er das Rennen trotz sichtbarer, tiefer Wunde im rechten Knie auf Platz 51 der 10-Kilometer-Konkurrenz – und er war mächtig stolz darüber, war es doch überhaupt sein erster Laufwettkampf in seinem Leben.

Cheforganisator Marcus Clauder vom GutsMuths-Rennsteiglaufverein war hocherfreut über den Verlauf des 26. Rennsteig-Herbstlaufes, vor allem aber auch über die deutlich gestiegenen Teilnehmerzahlen: „Entgegen der Wettervoraussagen hatte es heute Morgen pünktlich zum Start des Herbstlaufes aufgehört zu regnen und auch die Temperatur war mit 12° Celsius für den Laufsport recht passabel.

Wirklich eine Überraschung“, so Clauder weiter, „sind die extrem stark gestiegenen Teilnehmerzahlen. Unser langfristiges Ziel ist es, einen Saisonabschlusslauf zu formen, der um die 1.000 Läuferinnen und Läufer bewegt. Dem Ziel kommen wir Jahr für Jahr näher. Natürlich hat uns in diesem Jahr auch der nachfolgende Feiertag in die Karten gespielt, aber auch unsere Aktivitäten, wie beispielsweise die Kampagne „Aufs Ganze“ zeigen nachhaltig Wirkung.

Autor: Dieser Beitrag stammt ursprünglich von Laufszene Thüringen.

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